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Videoüberwachung

Die einen sind dagegen, die anderen fordern mehr davon: Videoüberwachung. Ob im öffentlichen Raum, an sensiblen Gebäuden oder im privaten Bereich – Videoüberwachung ist allgegenwärtig und stets kontrovers diskutiert. 

In der Industrie und kritischen Infrastrukturen ist sie inzwischen unverzichtbar. Allerdings ist Videoüberwachung kein Selbstzweck und die Unterschiede sind teilweise sehr groß. Videoüberwachung, Videobildanalyse, automatische Fokussierung bei Alarm, Thermo-Kamerasysteme – die Möglichkeiten sind vielfältig. 

Gerade deshalb muss eine solche Anlage gut geplant und sauber für den jeweiligen Einsatzzweck konzeptioniert sein. Eine gut geplante Videoüberwachungsanlage erfüllt nicht nur ihre Aufgabe, sie beachtet weitere Aspekte, wie den Datenschutz oder automatisierte Alarmierungen etc.

Sie denken über die Sanierung oder Modernisierung Ihrer Videoüberwachungsanlage nach? Unser Vorschlag: Denken Sie an dieser Stelle auch über einen Wechsel von analoger zu digitaler Technik nach! Die Videoüberwachung hat sich in vielen Bereichen hervorragend bewährt, aber nicht in allen Fällen ist sie als Schutzmaßnahme ideal. Etwa wenn ausreichend viele Kameras einen Gebäudekomplex überwachen, aber die Mitarbeiter fehlen um das Datenmaterial auszuwerten. Und dann sind da noch die Kosten. So enthalten die Angebote der Hersteller eventuell versteckte Kosten, beispielsweise für das Verlegen der Kabel. Dazu kommen die unterschätzen Folgekosten für das Instandhalten und Warten der Anlage. Vor der endgültigen Auswahl sollte man sich also die Zeit für einen Vergleich nehmen.

Wenn Sie sich für ein Kamerasystem entschieden haben, legen Sie fest, was genau die Kameras überwachen und auswerten sollen:

Wie Sie eine Videoüberwachungsanlage konzipieren und planen, das hängt von den strategischen und operativen Schutzzielen ab:

  • dem Wahrnehmen, Erkennen, Aufzeichnen von Gefahrensituationen
  • dem Erkennen von Regelabweichungen
  • dem Identifizieren von Personen über Bildvergleich und andere Identifizierungsmittelder Überwachung

Professionelle Systeme zur Videoüberwachung lassen sich zentral steuern und mit externen Systemen wie Gefahrenmeldeanlagen, Schutz- oder Gebäudemanagementsystemen verknüpfen. Welche Kameratechnik, ob Thermobild, Megapixel, 4K, HD oder andere für die einzelnen Anwendungsbereiche richtige ist, entscheidet man am besten nach einem Feldtest unter realen Umgebungsbedingungen.
Videoüberwachungsanlagen können aber noch mehr. Sie können Besucher/Käufer zählen, ihre Wege nachweisen oder Warenströme überwachen. Funktionen, die neben dem Objektschutz noch einen hohen betriebswirtschaftlichen Nutzen haben.

Management und Datenkomprimierung sind zwei der Schlüsselbegriffe bei der IP-basierten Videoüberwachung. Je nach Anzahl der genutzten Kameras kann es sinnvoll sein, ein Video-Management-System einzusetzen. Selbst erfahrene Mitarbeiter im Leitstand schaffen es nämlich nicht, verschiedene Kameras über mehrere Stunden in Echtzeit auszuwerten. Dabei hilft die automatische Videobildanalyse. Trotz Datenkomprimierung sollte man schon bei der Planung berücksichtigen, wie man das enorme Datenvolumen auf das Notwendige begrenzen kann.

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Peter Dupach
Security Consultant

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